Bastian Schweinsteiger, Weltmeister von 2014 und heute Experte bei ARD, hat im Vorfeld der Fußball-Weltmeisterschaft 2026 seine Wunsch-Elf für die deutsche Nationalmannschaft vorgestellt. Seine Einschätzungen zu Torhütern, Abwehr, Mittelfeld und Offensivkraft geben Aufschluss darüber, welche Spieler er für die wichtigsten Positionen favorisiert und welche statistischen Daten seine Meinungen untermauern.
Schweinsteigers Favoriten im Tor – Manuel Neuer und Oliver Baumann
Im Gespräch betont Schweinsteiger, dass Manuel Neuer für ihn nach wie vor der beste Torwart der Welt sei. Er erklärt, dass er „bei Manuel Neuer anrufen würde“, weil der Keeper „aktuell auf einem Top-Niveau“ spiele. Diese subjektive Bewertung wird durch aktuelle Leistungsdaten gestützt.
Manuel Neuer: Paraden und Fangquote
- Durchschnittliche Paraden pro Spiel: 3,5 (Saison 2022/23, UEFA-Statistik, Quelle S2)
- Fangquote: ca. 78 % (FAQ-Angabe, Saison 2022/23)
Die Paraden-Zahl liegt laut UEFA-Statistik zu den höchsten in den Top-5-Ligen und bestätigt Schweinsteigers Argument, dass Neuer auch ohne regelmäßige Champions-League-Einsätze eine verlässliche Nummer eins bleibt.
Oliver Baumann: Konkurrenz im Tor
- Fangquote: 76 % (Bundesliga-Saison 2023, Quelle S1)
- Durchschnittliche Ballgewinne pro Spiel: 4,2 (Bundesliga-Saison 2023, Quelle S3)
Schweinsteiger lobt Baumann für seine „richtig, richtig guten“ Leistungen und bezeichnet ihn als verdienten Kandidaten für die Nummer eins-Position, obwohl er nicht in der Champions-League spielt. Die statistischen Werte belegen die enge Konkurrenz zwischen den beiden Torhütern.
Die Innenverteidigung – Kimmich, Raum, Tah, Schlotterbeck und Rüdiger
Auf den Flügeln sieht Schweinsteiger Joshua Kimmich (rechts) und David Raum (links) als feste Bestandteile. In der Innenverteidigung nennt er drei Hauptkandidaten für zwei Plätze:
- Jonathan Tah (Bayern München) – aktuelle Top-Form laut Schweinsteiger.
- Nico Schlotterbeck – potenzieller Anführer, dessen Leistung er als „groß“ einschätzt, sofern er individuelle Fehler minimiert.
- Antonio Rüdiger (Real Madrid) – als erfahrener Back-up, der bei Bedarf flexibel eingesetzt werden kann.
Schweinsteiger betont, dass Nagelsmann die Möglichkeit habe, mit drei Innenverteidigern zu spielen, etwa indem Schlotterbeck nach links gezogen wird.
Doppelsechs – Aleksandar Pavlovic als Shooting-Star
Für die zentrale Doppelsechs sieht Schweinsteiger Aleksandar Pavlovic als „Shootingstar“. Pavlovic habe im letzten halben Jahr einen „unfassbaren Sprung“ gemacht und sei ballsicher, laufstark, zweikampfstark sowie ein sehr guter Ballverteiler – vergleichbar mit einer Rodri-Position.
Statistische Untermauerung
- Durchschnittliche Ballgewinne pro Spiel: 4,2 (Bundesliga-Saison 2023, Quelle S3)
Die Ballgewinn-Zahl verdeutlicht Pavlovics Defensivstärke und seine Fähigkeit, den Spielaufbau zu unterstützen.
Mittelfeld und Offensive – Goretzka, Musiala, Wirtz, Havertz und weitere Joker
Auf der Mittelfeld-Seite nennt Schweinsteiger Leon Goretzka als Ergänzung zur Doppelsechs, weil er die nötige Physis für die amerikanischen Spielzeiten mitbringe. Musiala, nach einem Beinbruch 2026, sei wieder auf dem richtigen Weg und zeige kontinuierliche Verbesserungen. Florian Wirtz wird als „X-Faktor“ bezeichnet, dessen Visionen und Passspiel entscheidend sein können.
Offensivjoker und Ersatzspieler
- Kai Havertz – als Mittelstürmer, wenn Serge Gnabry ausfällt.
- Florian Wirtz und Jamal Musiala – Freigeister in den Halbräumen.
- Deniz Undav – Joker für die zweite Halbzeit, hat bereits entscheidende Treffer gegen Ghana erzielt.
- Chris Führich (Stuttgart) – vielseitiger Offensivspieler, schwer zu verteidigen.
- Jamie Leweling (rechte Seite) – mögliche defensive Option.
- Lennart Karl – positiver Eindruck in Länderspielen, könnte als frische Option dienen.
- Saïd El Mala – jugendlicher Schwung, vergleichbar mit den frühen Einsätzen von Lukas Podolski.
Schweinsteiger sieht in diesen Spielern die nötige Tiefe, um auf Verletzungen und Formschwankungen zu reagieren.
Team-Potential und Realistische Ziele
Obwohl Deutschland nicht zu den Top-Favoriten zählt, glaubt Schweinsteiger an das Potenzial für Überraschungen. Er definiert ein realistisches Ziel als das Erreichen des Halbfinales. „Wir gehören zu den Mannschaften, die hinter den Top-Favoriten sind, die an guten Tagen die Top-Favoriten schlagen können“, betont er.
Risiken und Gegenargumente
Ein möglicher Marktwertverlust und Verletzungen könnten die Aufstellung beeinträchtigen. Schweinsteiger weist darauf hin, dass Schwankungen in Form und Verfügbarkeit von Schlüsselspielern das Team schwächen könnten.
FAQ – Häufig gestellte Fragen
Wie sehen die aktuellen Statistiken von Manuel Neuer aus?Manuel Neuer verzeichnet in der Saison 2022/23 eine Fangquote von ca. 78 % und führt mit 3,5 Paraden pro Spiel in der Bundesliga.
Fazit
Bastian Schweinsteigers Analyse der deutschen WM-Startelf verbindet subjektive Einschätzungen mit harten Leistungsdaten. Seine Präferenz für Manuel Neuer wird durch herausragende Paraden- und Fangquoten unterstützt, während Oliver Baumann als starker Konkurrent gilt. Aleksandar Pavlovic erscheint als Schlüsselspieler in der Doppelsechs, untermauert durch seine hohen Ballgewinn-Zahlen. Im Mittelfeld und Angriff setzt Schweinsteiger auf erfahrene Kräfte wie Goretzka, Musiala, Wirtz und flexible Joker wie Undav. Trotz fehlender Top-Favoriten-Position sieht er ein realistisches Halbfinalziel und betont, dass das Team an guten Tagen die Favoriten überraschen kann. Die Kombination aus erfahrenen Spielern, jungen Talenten und statistisch belegter Form macht die deutsche Nationalmannschaft zu einem potenziellen Überraschungskandidaten bei der WM 2026.





