In der ARD-Talkshow „Maischberger“ vom 8. September 2026 forderte der prominente Investor Carsten Maschmeyer den Rücktritt von Bundeskanzler Friedrich Merz. Die Forderung erfolgte unmittelbar nach einer historischen AfD-Wahlleistung von 43,8 % in Sachsen-Anhalt und war begleitet von einer scharfen Kritik am Führungsstil des Kanzlers sowie an ausbleibenden strukturellen Reformen. Maschmeyers öffentliche Rücktrittsforderung verdeutlicht die wachsende Verunsicherung im bürgerlich-wirtschaftlichen Lager, das seit der Bundestagswahl 2025 mit hohen Erwartungen an Steuer- und Bürokratie-entlastungen in die Gegenwart blickt.
Hintergrund: Maschmeyers Parteispenden im Wahljahr 2025
Zu Beginn des Wahljahres 2025 unterstützte Carsten Maschmeyer die Bundes-CDU mit einer meldepflichtigen Großspende von 200.000 Euro. Parallel dazu überweist er dieselbe Summe an die FDP, um die marktwirtschaftlichen Reformimpulse beider Parteien zu stärken. Die Spenden wurden gemäß § 25 Abs. 3 Parteiengesetz (PartG) sofort dem Deutschen Bundestag gemeldet, da sie die Schwelle von 35.000 Euro überschritten.
- Spende an CDU: 200.000 Euro (2025) – Quelle S1
- Spende an FDP: 200.000 Euro (2025) – Quelle S2
Maschmeyer begründete die Doppelspende mit dem Vertrauen in wirtschafts- und innovationsfreundliche Reformen, insbesondere Steuer-senkungen unter 25 % und einem spürbaren Abbau bürokratischer Hürden.
„Ein Kurswechsel sei unabdingbar, insbesondere bei der Senkung der Steuerlast auf unter 25 Prozent, besseren Abschreibungsbedingungen und einem spürbaren Abbau bürokratischer Hürden“, erklärte der Investor (Leadersnet 2025).
Im Januar 2025 hatte der Finanzinvestor jeweils 200.000 Euro an die CDU und die FDP überwiesen, um Parteien mit erklärter marktwirtschaftlicher Ausrichtung zu stärken (Leadersnet 2025). „Ein Kurswechsel sei unabdingbar, insbesondere bei der Senkung der Steuerlast auf unter 25 Prozent, besseren Abschreibungsbedingungen und einem spürbaren Abbau bürokratischer Hürden.“
Nach dem vierten Absatz (nach Maschmeyers Zitat zur 200.000-Euro-Großspende) einfügen.
Rücktrittsforderung in der ARD-Talkshow „Maischberger“
Im Gespräch mit Moderatorin Sandra Maischberger kritisierte Maschmeyer den Kanzler heftig: „Merz hat es voll vergeigt. Er muss weg. Er muss zurücktreten. Der Kapitän auf diesem Schiff hat völlig versagt.“ Der 67-jährige Unternehmer bezeichnete Merz‘ Führungsstil als „arrogant“, „unnahbar“ und „belehrend“.
Maschmeyer stellte zudem fest, dass unter Merz lediglich „Fortschritte im Millimeterbereich“ beim Bürokratie- und Steuerabbau erzielt wurden, obwohl das Bürokratieentlastungsgesetz IV (BEG IV) im Jahr 2024 eine jährliche Entlastung von rund 944 Millionen Euro versprach.
„Er nimmt die Menschen nicht emotional mit. Er ist unnahbar, belehrend, ein Besserwisser“, sagte Maschmeyer weiter. „Er hört von allen, die mit ihm zu tun haben: arrogant.“
Als mögliche Nachfolger nannte er drei prominente Unionspolitiker: „Das sind tolle Offiziere auf dem Schiff: Hendrik Wüst, Daniel Günther, Markus Söder.“ Diese Namen wurden im gleichen Sendungssegment genannt und verliehen der Forderung zusätzliche Brisanz.
- Hendrik Wüst – Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen
- Daniel Günther – Ministerpräsident von Schleswig-Holstein
- Markus Söder – Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender
Politischer Kontext: AfD-Ergebnis und Söders Einschätzung
Das Wahlergebnis der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erreichte einen historischen Höchststand von 43,8 % für die AfD. In der „Maischberger“-Sendung kommentierte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder das Ergebnis kritisch und wies darauf hin, dass die bisherige „Brandmauer“-Strategie gegenüber der AfD gescheitert sei.
Maschmeyers Kritik an Merz ist eng verknüpft mit diesem Ergebnis: Die Union steht unter Druck, klare Antworten auf die wachsende Attraktivität der AfD zu geben, während gleichzeitig intern Reformversprechen aus dem Wahljahr 2025 nicht umgesetzt wurden.
- AfD-Wahlergebnis Sachsen-Anhalt: 43,8 % (2026) – historischer Höchststand
Reaktionen und Gegenargumente aus der Wirtschaft
Der Vorwurf, Maschmeyer handele aus Eigeninteresse und nutze die Talkshow zur medialen Profilierung, wird von einigen Beobachtern geteilt. Als ehemaliger AWD-Chef und Medienpersönlichkeit könnte seine Kritik weniger als repräsentativ für die gesamte Wirtschaftsverbandslandschaft gelten.
Ein weiterer Gegenpunkt betont die strukturelle Komplexität bundespolitischer Gesetzgebung: Reformen im Bereich Bürokratieabbau und Steuern erfordern föderale Abstimmungen im Bundesrat, sodass eine Alleinschuld des Kanzlers sachlich verkürzt wird.
- Eigeninteresse und Inszenierung: Maschmeyer als Medienfigur nutzt Kritik zur Profilierung.
- Komplexität der Gesetzgebung: Reformen benötigen föderale Konsensbildung, nicht nur Entscheidungen des Kanzlers.
Schnellüberblick:
Wann und wie viel hat Carsten Maschmeyer an die CDU gespendet?
Maschmeyer überwies Anfang 2025 vor der Bundestagswahl 200.000 Euro an die CDU (sowie denselben Betrag an die FDP), um nach eigenen Angaben wirtschaftsfreundliche Reformen zu unterstützen.
Welche Politiker hat Maschmeyer als Alternativen zu Kanzler Friedrich Merz genannt?
Er nannte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsidenten Hendrik Wüst, Schleswig‑Holsteins Regierungschef Daniel Günther sowie CSU‑Chef und Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder als „tolle Offiziere auf dem Schiff“, die übernehmen könnten.






